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Wie läuft eine Familienaufstellung bei uns ab?
Zu Beginn führen wir ein Vorgespräch, in dem wir dein Anliegen gemeinsam klären.
Anschließend wählst du die für dein Thema relevanten Stellvertreter:innen aus und stellst sie intuitiv im Raum auf. Dieses erste Bild gibt oft bereits wichtige Hinweise auf die zugrunde liegenden Dynamiken.
Im weiteren Verlauf begleiten wir den Prozess durch Fragen, Positionsveränderungen und das behutsame In-Kontakt-Bringen der Beteiligten. Dabei können neue Sichtweisen entstehen, emotionale Prozesse angestoßen und Ressourcen gestärkt werden.
Je nach Anliegen können im Verlauf weitere Stellvertreter:innen hinzukommen.
Was ist eine Familien-Aufstellung?
Eine Familienaufstellung ist eine Methode, mit der innere Beziehungs- und Konfliktmuster sichtbar und erlebbar werden können.
Dazu werden Stellvertreter:innen für Familienmitglieder, andere Bezugspersonen oder auch für innere Themen und Anliegen ausgewählt und im Raum aufgestellt.
Durch die entstehenden Bilder und Dynamiken können Zusammenhänge sichtbar werden, die zuvor oft unbewusst waren. Daraus können neue Perspektiven sowie Prozesse von Klärung und Veränderung entstehen.
Es ist nicht leicht, eine Familienaufstellung in wenigen Worten zu erklären. Am besten lässt sie sich durch eigenes Erleben verstehen.
Für wen ist eine Familienaufstellung geeignet – und für wen nicht?
Grundsätzlich kann jede:r an unseren Familien-Aufstellungen teilnehmen.
Bei akuten psychischen Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen (z.B. Psychosen) kannst du nur teilnehmen, wenn die Teilnahme im Vorfeld mit der behandelnden Fachperson abgestimmt wurde und sie möglichst mit dabei ist.
Wenn du unsicher bist, kannst du uns gerne kontaktieren. Gemeinsam schauen wir, ob eine Teilnahme im Moment für dich sinnvoll und stimmig ist.
Was bringt mir die Teilnahme ohne eigene Aufstellung?
Viele Menschen nehmen zunächst ohne eigene Aufstellung an unseren Seminaren teil.
Dabei erleben viele Menschen die besondere Atmosphäre und das Miteinander in der Gruppe als bereichernd und gewinnen durch das Miterleben der Aufstellungen oft auch neue Perspektiven auf die eigene Geschichte und das eigene Leben.
Gleichzeitig ist die Teilnahme ohne eigene Aufstellung eine gute Möglichkeit, unsere Arbeitsweise kennenzulernen und herauszufinden, ob die Art, wie wir arbeiten, für dich stimmig ist.
Muss ich in Rollen gehen, wenn ich an einem Seminar bei Euch teilnehme?
Nein. Du kannst einfach beobachtend an unseren Seminaren teilnehmen.
Ob du eine Rolle übernehmen möchtest, entscheidest du selbst.
Ich bin hochsensitiv. Ist es dann gut, an Euren Seminaren teilzunehmen?
Viele hochsensible Menschen nehmen an unseren Seminaren teil und fühlen sich in der Gruppe in der Regel gut aufgehoben und erleben die Atmosphäre als angenehm.
Uns ist wichtig, dass du dich jederzeit zurückziehen kannst und in deinem eigenen Tempo teilnimmst.
Wenn du deine Hochsensibilität in die Aufstellungsarbeit einbringen möchtest, können wir gemeinsam sowohl auf die besonderen Potenziale dieser Wahrnehmungsfähigkeit schauen als auch darauf, wie du gute innere Grenzen entwickeln kannst, damit du dich nicht überfordert fühlst.
Ich bin ein analytisch, naturwissenschaftlich denkender Mensch. Passt das zu Eurer Aufstellungsarbeit?
Ja, viele Menschen mit einem analytischen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund nehmen an unseren Seminaren teil.
Wichtig ist uns, dass du mit deinen Fragen und auch mit einer gesunden Skepsis willkommen bist. Aufstellungen sind kein theoretisches Modell, sondern eine erfahrungsbasierte Methode, die sich vor allem im eigenen Erleben erschließt.
Auch analytisches Denken und die Bereitschaft, Dinge kritisch zu hinterfragen, haben in unserer Arbeit ihren Platz.
Ich habe schlechte Erfahrungen mit einer Familienaufstellung gemacht. Wie kann ich herausfinden, ob eure Arbeitsweise für mich stimmig ist?
Jede Aufstellung ist ein individueller Prozess und kann sehr unterschiedlich erlebt werden. Deshalb ist es uns wichtig, dass du dir selbst ein Bild machst und zunächst in Ruhe schaust, ob du dich in unserem Rahmen wohl und sicher fühlst.
Uns ist bewusst, dass in Aufstellungen auch intensive oder belastende Emotionen berührt werden können. Durch unsere langjährige Erfahrung in der traumasensiblen Begleitung achten wir besonders darauf, Prozesse achtsam zu begleiten, zu verlangsamen und bei Bedarf zu stabilisieren.
Während der Aufstellungen bleiben wir als Leitung immer wieder mit dir als aufstellender Person in Kontakt, um zu schauen, wie es dir mit dem Prozess geht und ob sich das, was geschieht, für dich passend anfühlt.
Kann eine Familienaufstellung Traumata oder transgenerationale Belastungen sichtbar machen?
Ja, in vielen Fällen können in einer Aufstellung Zusammenhänge sichtbar werden, die mit frühen traumatischen Erfahrungen oder familiären Belastungen in Verbindung stehen.
Unsere Arbeit ist traumasensibel ausgerichtet. Dabei achten wir darauf, dass solche Prozesse achtsam begleitet, verlangsamt und bei Bedarf stabilisiert werden.
Woran erkenne ich eine seriöse Aufstellerin / einen seriösen Aufsteller?
Vertrauen zur Leitung einer Familien-Aufstellung und ein Gefühl von Sicherheit sind wichtige Voraussetzungen für eine stimmige Erfahrung.
Ein hilfreiches Kriterium kann sein, wie verantwortungsvoll mit emotional belastenden Themen wie Trauma oder frühkindlichen Prägungen umgegangen wird. Das bedeutet nicht unbedingt, dass die Leitung diese Prozesse selbst therapeutisch begleitet. Wichtig ist vielmehr, sie zu erkennen, achtsam damit umzugehen und die eigenen Kompetenzgrenzen einschätzen zu können.
Ebenso wichtig ist die Frage, ob du dich bei der Aufstellungsleitung gut aufgehoben fühlst und Vertrauen entstehen kann.
Bei Unsicherheit kann es hilfreich sein, zunächst ohne eigene Aufstellung teilzunehmen, um die Arbeitsweise kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob der Rahmen für dich stimmig ist.
Welche Anliegen kann ich aufstellen?
Du kannst bei uns grundsätzlich jedes Anliegen aufstellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Klärung von Beziehungskonflikten und wiederkehrenden Beziehungsmustern.
Darüber hinaus arbeiten wir zum Beispiel mit Themen wie unverarbeiteten Trennungen, Konflikten im beruflichen Umfeld, körperlichen Beschwerden oder Krankheiten, Süchten und Zwängen, finanziellen Schwierigkeiten, Erfolgsblockaden oder Gefühlen von Sinnlosigkeit und Niedergeschlagenheit.
Wenn dein Anliegen hier nicht aufgeführt ist, kannst du uns gerne über das Kontaktformular schreiben.
Muss ich persönliche Dinge erzählen?
Nein. Du entscheidest selbst, was du erzählen möchtest. Oft reichen bereits wenige Informationen aus, um mit dem Anliegen zu arbeiten.
Was, wenn mir meine Aufstellung zu intensiv wird?
Wenn dir eine Aufstellung zu intensiv wird, sprechen wir darüber und schauen gemeinsam, was du in diesem Moment brauchst.
Du entscheidest jederzeit selbst, wie weit du gehen möchtest. Bei Bedarf verlangsamen wir den Prozess, machen eine Pause oder richten den Fokus zunächst auf Stabilisierung und Orientierung.
Wie bereite ich mich auf eine Familienaufstellung vor?
Wenn du mit eigener Aufstellung teilnimmst, erhältst du von uns vorab einige Vorbereitungsfragen zu deiner Familie und Biografie. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf deinen frühen Erfahrungen, insbesondere in der Kindheit und rund um die Zeit der Schwangerschaft.
Solltest du einzelne Fragen nicht beantworten können, ist das kein Problem. Die Aufstellungsarbeit ist nicht davon abhängig, dass alle Informationen bekannt sind.
Wichtig ist vor allem eine innere Haltung von Offenheit und Interesse am eigenen Prozess.
Wie wirkt eine Aufstellung nach?
Viele, die bei uns aufgestellt haben, berichten von mehr Klarheit, innerer Stabilität und Ruhe, neuen Perspektiven oder überraschenden Veränderungen im Alltag.
Oft ist bereits während des Aufstellung oder direkt danach eine Veränderung spürbar. Gleichzeitig kann sich die Wirkung in den Wochen und Monaten danach weiter entfalten.
Ist eine Nachbesprechung meiner Aufstellung möglich?
Ja. Im Seminarpreis ist eine telefonische Nachbesprechung von bis zu 10 Minuten enthalten.
Bei einem längeren Gespräch berechnen wir die zusätzliche Zeit nach unserem regulären Einzelsitzungshonorar (90 € / 60 Minuten, ermäßigt 75 €).
